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Die Geschichte hinter meinem Japandi-Interieur

Als ich meine Wohnung gekauft habe, hatte ich eigentlich noch keine Ahnung, wie sie am Ende aussehen würde. Die Wohnung war nämlich noch komplett im Bau. Die Räume waren leer, die Wände standen noch nicht einmal und es gab nur vier Dachfenster und einen Außenrahmen.

Und ganz ehrlich: Ich kam aus einem Bauernhaus, deshalb war diese Wohnung eine riesige Veränderung.

Mein Wohnstil liegt irgendwo zwischen Japandi und Hotel Chic. Zwei Stile, die ich total liebe, bei denen ich mich am Anfang aber gefragt habe, ob sie überhaupt in einem Interieur zusammenpassen.

Meine eigene Farbe: Sahara Beach

Die Idee für die Farbpalette entstand eigentlich in einem unerwarteten Moment. Während des ADE, als die DJs am Mixen waren, fing ich selbst auch an zu „mixen“.

Mit verschiedenen Farbpigmenten suchte ich nach meinem perfekten Farbton. Am Ende entstand daraus die Farbe Sahara Beach, ein warmer Farbton, der mich an das Gold des Strandes erinnert. Diese Farbe bildet jetzt die Basis der ganzen Wohnung.

Materialien, die Wärme bringen

Von Anfang an wusste ich, dass ich mit natürlichen und ruhigen Materialien arbeiten wollte. Deshalb habe ich mich entschieden für:

Während der Bauphase stand ich allerdings vor einer kleinen Herausforderung. Laut Projektleiter konnte Beton Ciré in den Nassräumen nicht als Endbeschichtung eingesetzt werden, weil bei Neubauten bestimmte Garantien eingehalten werden müssen. Deshalb musste ich die Wände zuerst fliesen lassen.

Und ganz ehrlich: Wenn du selbst mit Beton Ciré arbeitest, ist eine Standardfliese schon ein kleiner Dorn im Auge. Es sei denn, sie ist natürlich ein echter Eyecatcher, der schön mit Beton Ciré zusammenspielt.

Aber gut, Regeln sind Regeln.

Also bin ich zum Baumarkt gegangen und habe einfach die neutralste und günstigste Basisfliese ausgesucht, um die Bauvorgaben zu erfüllen. In meinem Kopf dachte ich eigentlich nur: okay, dann kommt eben eine Fliese darunter.

Danach konnte ich natürlich mit dem eigentlichen Plan loslegen.

Die Wände habe ich am Ende einfach mit Beton Ciré in der Farbe Kaffeebraun veredelt. So bekam der Raum genau diese warme, ruhige Ausstrahlung, nach der ich gesucht hatte.

Um das Ganze etwas spannender zu machen, habe ich mich sowohl im WC als auch im Badezimmer für eine Marmorfliese als Rückwand entschieden. In der Marmorzeichnung kommt die Farbe des Beton Ciré subtil zurück, wodurch alles schön zusammenpasst und der Raum eine luxuriöse Ausstrahlung bekommt.

Manchmal muss man mit Regeln einfach ein bisschen kreativ umgehen. Und ganz ehrlich, ich bin sehr froh, dass ich das hier gemacht habe.

Das Ergebnis: Japandi x Hotel Chic

Eine Küche, die praktisch und warm ist

Für die Küche habe ich zuerst verschiedene Moodboards auf Pinterest erstellt. Anschließend bin ich zu DecoLegno in Deventer gegangen, um mir Materialien und Farben anzusehen.

Die Küche wurde schließlich von VI Interieurs maßgefertigt. Besonders wichtig war mir dabei, dass alles praktisch eingeteilt ist. Dinge, die du oft brauchst, sollten in Reichweite sein: Kaffeetassen neben der Kaffeemaschine, Kochutensilien beim Kochfeld und Besteck in der Nähe der Spülmaschine.

Die Küche hat eine Arbeitsplatte in der Farbe Sun Kissed und Fronten in Fronda S156. Weil ich es schön finde, wenn Farben im Interieur wiederkehren, habe ich mich für einen Quooker in Rosé Kupfer entschieden.

Ein Detail, über das ich mich besonders freue, sind die Holzgriffe von Homeworq, Modell Skagen. Durch die längere Variante wirkt die Küche etwas robuster und ruhiger.

Sahara Beach in der Japandi-Küche

Das Japandi-Wohnzimmer: eine überraschende Lösung

Das Wohnzimmer war vielleicht die größte Herausforderung der Wohnung. Es gab nämlich nur eine tragende Wand, an der ein Fernseher hängen konnte, während ich auf dem Sofa auf keinen Fall mit dem Rücken zum Außenbereich sitzen wollte.

Für Beratung bin ich zu Studio LaPlume in Rijssen gegangen. Für mich fühlt es sich immer wie ein kleiner Ausflug an, dorthin zu fahren. Willem und Bente haben einen wunderschönen Store voller besonderer Materialien und denken wirklich mit dir mit. 

Selbst wenn ich wieder mit zehn Ideen gleichzeitig hereinkomme, bewahren sie die Ruhe und schaffen daraus etwas Einzigartiges. Genau das haben sie auch bei meiner Herausforderung geschafft. Sie kamen auf die Idee, einen Roomdivider mit wunderschöner Arte Tapete zu platzieren. Dadurch bekam der Raum mehr Tiefe, ohne dass das Wohnzimmer seinen offenen Charakter verlor.

Das Ergebnis ist genau das, was ich mir erhofft hatte: ein warmer, ruhiger Raum mit einer subtilen Hotel Vibe. Mein Lieblingsplatz zu Hause? Ohne Zweifel das Sofa, von dem aus ich sowohl das Wohnzimmer als auch die Küche überblicken kann.

Mein Lieblingsort

Boden und Finish

Für den Boden habe ich mich für einen Lavasteinboden in der Farbe 10219 Sahara Beach entschieden, der perfekt zum warmen Farbkonzept des Interieurs passt.

Da ich in einer Wohnung lebe, musste der Boden unter 10 Dezibel bleiben. Aus diesem Grund wurde der Boden schwimmend mit dem Ardex Bodensystem verlegt. Dadurch liegt der Boden losgelöst von den Wänden. So entsteht ein rissfreier Boden, der sich perfekt für Wohnungen eignet.

Das Ergebnis: Japandi mit einem Hauch Hotel Chic

Am Ende ist daraus ein Interieur entstanden, in dem Japandi-Ruhe und Hotel-Chic-Luxus zusammenkommen. Die Kombination aus warmen Farben, natürlichen Materialien und subtiler Eleganz sorgt für eine Atmosphäre, in der ich mich vollkommen zu Hause fühle.

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Mein Tipp

Wenn ich dir einen Rat geben darf: Trau dich, das zu wählen, was dir selbst gefällt.

Arbeite mit zwei oder drei Farben, die in mehreren Räumen wiederkommen. Das sorgt ganz automatisch für Ruhe und Harmonie in deinem Interieur. Lass diese Farben auch in deinen Accessoires zurückkommen oder bleib innerhalb der passenden Farbpalette.

So wird dein Zuhause wirklich zu einem Ort, der komplett zu dir passt.